Wenn einer eine Frage hat…

…dann kann er was erleben. – Oder „Die Suche nach Passierschein A 38.“

Seit über 15 Jahren sind wir nun schon Kunde bei 1&1 und seit 10 Jahren nutzen wir dort den Tarif 4DSL. Dieser beschert uns neben DSL 16.000 auch noch 4 IP-Telefonnummern, eine .de-Domain und eine kostenlose SIM-Card für’s Handy mit einer Festnetz-Flat. Der 4DSL-Tarif baut dabei auf einem guten alten analogen Telekom-Telefonanschluss auf. So weit, so gut.

Nun kamen wir auf die Idee, dass es doch vielleicht mal an der Zeit wäre, der Telekom Lebewohl zu sagen und alles aus einer Hand – sprich 1&1 – zu beziehen. Ein neuer DSL-Tarif würde genauso viel kosten, wie der bisherige, aber wir würden uns die Kosten für den analogen Telekom-Anschluss sparen. Die Telefonnummer sollten wir dabei natürlich behalten und über IP-Telefonie weiter führen.

Dementsprechend waren unsere Fragen eigentlich recht simpel:

  1. Wir wollen vom Tarif 4DSL (ADSL 16.000) zum Tarif Doppel-Flat 50.000 (VDSL 50.000) wechseln.
  2. Der Telekomanschluss fällt dann weg?
  3. Behalten wir unsere alte Telekom-Telefonnummer, also wird diese dann als neue IP-Telefonnummer weitergeführt?
  4. Bleiben dabei unsere bisherigen 4 IP-Rufnummern erhalten?
  5. Bleibt die .de-Domain erhalten?
  6. Bleibt die SIM-Karte erhalten?
  7. Was kostet der Spaß dann insgesamt?
  8. Und wieso sind die angezeigten Preise für Neukunden viel günstiger, als im Tarifwechselfenster in meinem Kunden-Center?

Leider hatte besagtes Tarifwechselfenster keine Antworten auf diese Fragen, aber dafür gab es ja die Nummer der freundlichen Hotline, die man in so einem Fall anrufen sollte. – Und das habe ich dann gestern einfach mal getan.

Zunächst landete ich – wie erwartet – bei der netten Dame von der Tarifwechselhotline. Noch bevor ich überhaupt in der Lage war, meine Fragen zu stellen, erklärte mir die gute Frau, dass VDSL bei uns verfügbar sei, jedoch nur mit 25 MBit. Ja… ähm… gut, soviel hatte mit die entsprechende Auskunftsseite der Telekom auch schon verraten. Aber darum ging es ja auch garnicht. Das fand sie jetzt zwar schade, hörte sich aber dann dennoch geduldig meine Fragen an… um mir dann mitzuteilen, dass sie da auch keine Antwort wüsste. Immerhin konnte sie mir noch verraten, dass die Neukundenpreise zwar ganz gut aussähen, aber da noch einige Kosten dazu kämen, die man so nicht auf den ersten Blick sieht – wie zum Beispiel ein monatlicher Betrag für die Fritz!Box. What!?

Aber da mir die nette Dame ja bei den anderen Fragen nicht weiterhelfen konnte, schickte sie mich zur Technikabteilung. Der Mitarbeiter klang zunächst ziemlich enttäuscht, dass ich nur einen Tarifwechsel wollte, auch wenn er beteuerte dass er immer so… ähm… lustlos klingen würde.
Nunja, immerhin, er schaute sich alle Daten an, rechnete auch ein paar Dinge durch… und bat mich dann ein paar Minuten zu warten. Warum? Weil er mal eben im Backoffice nachfragen müsste, was denn mit meinen IP-Rufnummern, der Domain und der SIM passieren würde. Aha. Gut.
Nach ein paar Minunten war der gute Mann dann wieder da und konnte mir versichern, dass sich durch den Tarifwechsel überhaupt nichts ändern würde. Najagut, bis auf die Geschwindigkeit halt. Ich würde alles behalten, bräuchte keine ISDN-Komfort-Option dazu buchen, die SIM-Karte wäre sowieso dabei, ebenso wie meine 3 IP-Rufnummern. 4! Oh… da fragt er nochmal schnell nach. Ja, ich behalte meine 4! IP-Rufnummer. Und was ist mit meinem analogen Telefonanschluss? Na das konnte er mir nun auch nicht so im Detail sagen, aber bestimmt würde ich die Nummer dann mitnehmen können. Aber dazu müsste die natürlich bei der Telekom kündigen und eine Rufnummerportierung beantragen. Aber leider kannte er sich damit nicht aus… aber das war ja auch garnicht schlimm, denn er notierte noch schnell mein Anliegen und verband mich dann weiter an die Rufnummerportierungshotline. Schöner Name, gelle?
Nun, um ehrlich zu sein bekam ich das Gefühl, mich bei diesem Mitarbeiter dafür entschuldigen zu müssen, ihn – bei was auch immer – gestört zu haben. Meine freundliche Anfrage die analoge Telefonnummer betreffend schmetterte er mit dem Hinweis ab, dass diese natürlich mit übernommen wird. Ich muss da garnichts machen. Punkt. Fertig. Weiter zur Tarifwechselhotline. Schönen Abend noch.
Moment mal, war ich da nicht schonmal? Ja, war ich. Aber diesmal war ich bei einem anderen Mitarbeiter gelandet und der schien alle Daten aus den vier vorherigen Gesprächspartnern gehabt zu haben. Nachdem nochmal alle Details besprochen wurden, stimmte ich dem Tarifwechsel zu. Ohje!
Entweder werden Feli und ich in 2 Wochen also ohne Internet und Telefon dasitzen… oder wir haben VDSL.

Noch ein Nachtrag zum Telefonanschluss: Heute fand ich eine Mitteilung im Postkasten meines 1&1 Control-Centers. Das ist gut, weil ich dort eigentlich nur alle halbe Jahre mal rein schaue. Und dort lag nun ein Antrag zur Rufnummernmitnahme, den ich unbedingt ausrucken, unterschreiben und zurücksenden muss, damit die Umstellung des analogen Telefonaschlusses auch erfolgen kann. Soviel dann zu „Sie müssen da nichts machen!“

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