Enterprise R7-572G

Acer Aspire R7 572G

Mitte letzten Jahres war es soweit. Nach gut 7 Jahren haben unsere alten PCs endgültig das zeitliche gesegnet. Feli bekam daraufhin – entsprechend aufgerüstet – unseren ehemaligen MediaPC. Ich dagegen wolle endlich mein schon länger geplantes Vorhaben umsetzen und mir einen Laptop – oder ein Notebook – zulegen.

Mein alter PC hatte mir nun also 7 Jahre gut gedient und mit der Performance hatte ich in der Zeit nie Probleme. Allerdings liegen meine Zeiten als Spieler auch schon eine ganze Weile zurück, so dass diese Anforderung eher nebensächlich war. Also blieb die Überlegung, wieder einen neuen PC aufzubauen. Aber der würde dann hier rumstehen und könnte nicht einfach mitgenommen werden. Wie oft hatte ich mir aber schon gewünscht, auf meine Windows-Programme auch auf dem Sofa im Wohnzimmer, am Spieltisch beim Pen&Paper oder im Urlaub zugreifen zu können. Mein Android-Tablet ist zwar schön, aber leider braucht man doch auch mal Dinge, die dort nicht drauf laufen.
Warum dann nicht einfach ein Windows-Tablet? Nun, dann hätte ich neben dem PC und dem Android-Tablet auch noch eins mit Windows… irgendwie ein wenig viel, selbst für mich. Außerdem waren Tablets mit Windows vor einem Jahr noch längst nicht so einfach zu bekommen – wenn sie bezahlbar bleiben sollten.

Also besann ich mich auf eine alte Idee und hielt Ausschau nach einem Notebook. Mit 17″ oder gar 18″ sollte so ein Monster doch durchaus als Desktop-Ersatz herhalten können. Doch die Dinger sind groß und schwer. Aber wie wäre es mit einem Convertible? Einem Notebook, welches man auch als Tablet nutzen könnte? Und wenn ich schonmal Geld dafür ausgebe, dann sollte das gute Stück auch wieder für die nächsten 5+ Jahre gerüstet sein.
Meine Wahl fiel schließlich auf ein Notebook, dass ebenso extravagant wie praktisch ist. Eigentlich hatte ich – schon aus Kostengründen – eine etwas kleinere Konfiguration ins Auge gefasst, doch dank einer 19%-Rabatt-Aktion unseres Elektronikmarktes vor Ort wurde es dann doch die „rundum sorglos“-Variante.

Acer Aspire R7 – 572G

  • Intel Core i7-4500U (Haswell) @ 1,8 GHz (3,0 GHz Turbo Boost)
  • 8 GB DDR3-SDRAM (Dual Channel, max. 16 GB)
  • Intel HD Graphics 4400 (shared Memory) + Nvidia Geforce GT 750M mit 2 GB DDR5 VRAM
  • 15,6″ Full-HD (1920×1080) IPS Display, 10-Punkt Multi-Touch und N-trig Active Stylus
  • 256 GB SSD mSATA (System)
  • 640 GB 2,5″ SATA (Daten, von mir nachgerüstet)
  • 1x USB 2.0, 2x USB 3.0, HDMI, Headset/Kopfhörer Klinken-Buchse, SDXC Card-Reader
  • Acer Converter Port (USB 2.0, 100/1000 MBit LAN, VGA All-in-One Adapter)
  • WLAN 802.11 a/g/n, Bluetooth 4.0
  • Fullsize Tastatur mit 3-stufiger Hintergrundbeleuchtung
  • Multi-Touch-Trackpad
  • 4x 2 Watt Dolby Surround Home Theater v4 Lautsprecher
  • 1,3 MPixel 720p Webcam
  • Gyroskop, Beschleunigungssensor (G-Sensor), E-Kompass, Lichtsensor, Multi-Gesture Touchpad, Multimedia Tasten
  • LiPo-Akku, max. 6,5 Stunden Laufzeit
  • 376,8 (B) x 254,5 (T) x 20,6 / 28,5 (H) (mm)
  • 2,5 kg, Gehäuse aus Magnesium-Aluminium-Legierung
  • Windows 8.1, 64 Bit
  • Acer Aspire R7 Tablet-Mode
    Das R7 im Tablet-Modus

    Bereits beim Lesen der nüchternen Daten fällt auf, dass Acer beim R7 kaum an etwas gespart hat. Das System bietet mehr als genug Leistung und auch Spiele wie Saints Row III/IV laufen in FullHD problemlos – dann schaltet sich auch die Nvidia Geforce zu.
    Die meiste Zeit verrichtet das Notebook seine Arbeit völlig geräuschlos, zumindest was den Lüfter betrifft. Denn für ein Notebook hat es einen überraschend guten Sound.
    Das Display wurde in verschiedenen Reviews immer wieder gelobt – und dem kann ich mich nur anschließen. Es ist hell und klar mit kräftigen Farben und sehr gut Blickwinkelsabil. Dazu kommt, dass es sich um einen kapazitiven MultiTouch-Bildschirm handelt. Zusätzlich hat Acer noch einen aktiven Digitizer von N-trig verbaut und auch einen passenden Stift mitgeliefert. Wozu das ganze, fragt man sich da vielleicht? Und an dieser Stelle kommt die nächste Besonderheit des R7 zum Tragen – EZEL-Scharnier.
    Damit lässt sich das Display des Notebooks auf vielfältige Weise verstellen und umklappen. Und letztlich kann man das R7 dann sogar als Tablet (Finger-Bedienung mit Windows-Home-Taste im Displayrahmen) oder Zeichen-/Grafiktablett (mit aktivem Stift) verwenden.

    R7 - 1 - Notebook
    R7 - 2 - Ezel
    R7 - 3 - Pad
    R7 - 4 - Display

    Viele haben die unkonventionelle Anordnung des Touchpads kritisiert. Denn im Gegensatz zu anderen Notebooks befindet sich dieses HINTER der Tastatur. Aber ich muss sagen, die Idee war garnicht mal so abwegig oder blöd. Denn wann braucht man diese Eingabehilfe denn?
    Befindet sich das Notebook – wie bei mir gerade – auf dem Schreibtisch, verwende ich eine Maus. In dem Fall würde ein Touchpad vor der Tastatur nur Platz wegnehmen und den Abstand zum Display unnötig vergrößern.
    Aber auch wenn man mit dem R7 unterwegs ist, benötigt man das Tochpad eigentlich nicht. Einfach mit dem Finger auf den Bildschirm zu tippen ist einfach viel schneller, leichter und direkter.
    Will man das Touchpad dann aber doch mal verwenden, hat die Anordnung für mich immer noch Vorteile. Denn das Tochpad fällt für ein Notebook geradezu riesig aus und trotzdem muss ich keine Angst haben, beim Tippen aus Versehen den Mauscursor zu verschieben und irgendwo hinzuklicken.
    Anstatt mir also über die Platzierung des Tochpads Gedanken zu machen, freue ich mich lieber über die angenehm zu tippende Tastatur mit mehrstufiger Hintergrundbeleuchtig – sowas wolle ich schon immer haben! Wenn es etwas gibt, was man kritisieren will, dann das der Platz scheinbar nicht mehr für einen separaten Nummernblock gereicht hat.

    Acer Port Replicator
    Acer Port Replicator

    Als ausgesprochen praktisch hat sich der von Acer mitgelieferte „Port-Repliktor“ erwiesen. Dieser wird über eine Buchse am R7 angeschlossen und stellt je einen LAN, USB und VGA-Anschluss zur Verfügung. Dort habe ich einen externes DELL-TFT mit 4-Port USB-Hub, sowie das Netzwerkkabel angeschlossen. Am USB des Moniors hängen nun meine Maus, sowie mein Headset. Das klappt wunderbr! Damit genügt dieser eine Anschluss, um das R7 auf dem Schreibtisch komplett zu verkabeln. Und wenn ich das Notebook mitnehmen will, muss ich lediglich diesen einen Stecker (und das Netzteil) ziehen.

    R7 Innen Beschriftung

    Das Acer Aspire R7 hat keine von Außen zugänglichen Klappen. Dennoch ist ein Auf- und Umrüsten sehr einfach möglich. Dazu müssen die 14 (!) Schrauben auf der Unterseite gelöst werden. Danach kann der gesamte Boden abgenommen werden und man erhält Zugang zu allen Innereien – RAM, Festplatte, SSD, Akku (der dann ebenfalls problemlos gewechselt werden kann).
    Apropos Festplatte. Mein R7 wurde mit einer 256 GB SSD von Toshiba geliefert. Acer war so nett, dem Notebook neben einem normalen SATA-Anschluss zusätzlich noch einen Platz für mSATA-Laufwerke zu spendieren. Und genau dieser Platz war von der SSD belegt. Was bot sich da mehr an, als meine bereits vorhandene Samsung HM641JI 640GB 2,5″ SATA HDD einzubauen? Damit das funktioniert benötigt man jedoch noch 2 entsprechende Adapter:

    Beide Adapter sind aktuell für jeweils knapp 12 Euro zu bekommen. Damit klappte der Einbau dann aber wirklich problemlos.

    Nach gut einem Jahr (fast) täglichem Einsatz bin ich immer noch hoch zufrieden mit dem Acer Aspire R7-572G.

    aspire_r7_star_trek_box
    Das Acer Aspire R7-572 als „StarTrek-Sonderedition“

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2 thoughts on “Enterprise R7-572G

  1. Hallo,
    Ich bin ziemlich beeindruckt von diesem Gerät. Da habe ich aber noch eine Frage: kann ich meine Hand beim schreiben auf dem Display ablegen oder gibt es da Probleme?

    Hoffe ich bekomme eine Mail von auch.

    MfG
    Sandra Ketelhohn

    1. Hallo Sandra,

      standardmäßig sind Touchscreen (Finger/Hand) und Stylus immer gleichzeitig aktiviert und Windows 8.1 kennt auch von Haus aus keine Möglichkeit, dass schnell und einfach zu ändern.
      Alerdings gibt es ein kleines Tool (ToggleTouch, http://www.eee-blog.de/2015/03/19/drueck-mich ) mit dem man das relativ einfach umschalten kann. Dann kann man das Notebook als Tablet wie einen Zeichenblock verwenden und die Hand auf das Display legen und es reagiert nur noch auf den Stift. – Und natürlich kann man das dann auch wieder umschalten. ^^

      Liebe Grüße
      vom Purzelkater

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